Noch einige Gedanken…

Das Projekt „Handwerkszeug für Kinder“ hat seit der ersten Idee zu seiner Konzeption bis zum jetzigen Zeitpunkt – ca. 3 Jahre später – sehr viel Engagement, Durchhaltevermögen und kommunikativen Einsatz verlangt.

Jellinghaus © Familienbildungsstätte Lüneburg

Der Einsatz hat sich gelohnt:

Die Evangelische Familienbildungsarbeit in Niedersachsen beschreitet mit diesem Projekt neue Wege. Die intensivere Vernetzung mit anderen Einrichtungen, die Gestaltung von Bildungsarbeit nah an den Bedürfnissen der Menschen, das Erreichen von „benachteiligten und bildungsfernen“ Familien – all diese Herausforderungen werden mit dem Projekt „Handwerkszeug für Kinder“ positiv angenommen.

Folgende Punkte sprechen für das Training:

  • Durch die Kooperation mit Kitas und Grundschulen werden alle Kinder
    eines Jahrgangs erfasst, auch diejenigen, deren Eltern sie nicht zu
    einem solchen Kurs anmelden würden. Jedes Kind hat damit die Chance,
    Neues über sich und die anderen zu erfahren, und Strategien zu erlernen,
    um mit anderen Menschen, ob in Kita, Schule, Sportverein oder Familie,
    besser zurechtzukommen, kurzum, seine sozialen Kompetenzen zu
    erweitern.
  • Als Präventionsprojekt ist dieses Konzept besonders geeignet, weil es zu
    einem sehr frühen Zeitpunkt im Leben der Kinder ansetzt. Es geht um eine
    breit angelegte Prävention, darum, früh in verschiedenen Bereichen
    gestärkt zu werden – spezielle Themen wie die Prävention von Rassismus,
    Gewalt oder sexueller Missbrauch können dann später auf dieser
    Grundlage aufgegriffen werden.
  • Durch die enge Verzahnung zwischen Familien-Bildungsstätte, Kita,
    Schule und Eltern wird ein guter ganzheitlicher und verbindender Ansatz
    deutlich. Alle Beteiligten sind thematisch mit eingebunden, jeder kann für
    sich persönlich etwas aus dem Projekt lernen. Intensivierende
    Folgeprojekte sind möglich.
  • Der thematisch passende Elternkurs „Handwerkszeug für Eltern“ ist für
    Familien eine optimale Ergänzung zum Kinderkurs. Er kann als
    Folgeprojekt nach dem Elternabend des Kinderkurses wohnortnah – oft in
    den Räumlichkeiten der Kita oder der Schule – angeboten werden.
  • Der prozesshafte Aufbau des Trainings über acht Wochen ermöglicht den
    Kindern und den anderen Beteiligten, sich den existenziellen Themen
    langsam und schrittweise zu nähern. Neue Strategien können in Ruhe
    ausprobiert und dann wieder im Plenum besprochen werden. Diese
    Vorgehensweise führt zu einer wesentlich größeren Nachhaltigkeit als
    kurzzeitpädagogische Tagesprojekte.

Begeisterte und dankbare Rückmeldungen auf Elternfragebögen, Kinder, die noch 1,5 Jahre nach dem Training davon erzählen, Geschenke und Briefe von Kindern an Kursleitende und nicht zuletzt der Wunsch von Kitas und Schulen, den Kurs zu einer Regeleinrichtung im Jahresablauf zu machen, sind eindeutige Hinweise darauf, dass sich der Einsatz für „Handwerkszeug für Kinder“ lohnt.

Oder?